Franziska Hufnagel
1967 geboren in Berlin
Arbeitet und lebt in
Berlin
1991 - 1997 Studium bei Professor Baschang an der Akademie
der Bildenden Künste München; 1996 Meisterschülerin
1998 Diplom; 1999-2002
Assistentin bei Professor Baschang
Preise: Kunstpreis des Bayerischen Landtags;
Kardinal-Wetter-
Förderpreis, Bayerischer Staatsförderpreis
Stipendien: Hochschulstipendium für Frauen,
Venedig-Stipendium;
Studienstiftung des deutschen Volkes
Ausstellungen: u.a. in Bayreuth, Berlin,
Bonn, Frankfurt am Main,
Karlsruhe, Köln, Landshut, Luxemburg,
München, Neuburg an der
Donau, La Spezia (Italien)
Öffentliche Ankäufe:
Bayerischer Landtag München, Erzbischöfliches
Ordinariat München-Freising,
BMW-Stiftung München, Technische
Universität Garching, Artothek München,
BMW-Group München
Technik / Stil:
Malerei: Acryl auf Nessel, Acryl auf Spiegel, Fotos
alle Formate bis 320 cm
Die Motive sind schwarz/weiß, wie
ein fotografisches Negativ, bei
den jüngeren Bildern auch farbig. Malerei
mit schemenhaft zeichne-
rischen Lineamenten und umreißenden Konturen. Weiße
und schwarze,
deckende und transparente, gestische und expressive
Pinselstrukturen,
grauschattige Farblavuren, überkreuzende Balkenschraffuren und
impulsive Tropfbahnen.
Inhalt:
Historisch orientiertes
Schaffen.
Darstellung von Erinnerungen der Künstlerin und des
Betrachters aus
der familiären und gesellschaftspolitischen Geschichte.
Gedankliche
Brücken zu historischen und trivialen Ereignissen, die im
Gedächtnis
noch nachwirken. In assemblageartiger Komposition blitzen Erinne-
rungen
disparater Motive auf und verflüchtigen sich wieder. Das Dunkle
steht für
die Unwissenheit, es vereint Mächtige und Unmächtige, Täter
und Opfer.
Gestalten werden zu Gespenstern. Inhalte und Figuren kip-
pen oft ins Absurde, Komische.
Intention der
Künstlerin:
Denkanregungen.
Bewusstmachen von Verdrängtem. Warnung vor dem
Vergessen - der dunkle
Bildgrund ist eine Metapher für das Vergessen.
Ursachen und Motive für
Gewalt, Terror und Freiheitsberaubung. Immer
auch mit dem Blick für das
Gegensätzliche. Gut - Böse, ein Gegensatz
der nah beieinander
liegt.